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Hoch-Form Training? Done!Inzwischen ist bereits der dritte Trainingsblock in der strengen Hoch-Form Kammer vergangen, in denen ich wieder viel über effektive Trainingssteuerung und die Abläufe in meinem Körper gelernt habe. Als unangenehmer Nebeneffekt dürften die PS jetzt auch passen.
An meine Gegner: Vergesst es, Höhentraining bringt gar nix ;) Allen anderen kann ich nur sagen, dass Höhentraining sicher die Zukunft gehört, auch wenn ich generell eher versuche solch abgedroschene Phrasen zu vermeiden. Ich bin mir sicher, dass Hypoxie in einigen Jahren im Spitzen- und ambitionierten Amateursport ähnlich selbstverständlich sein wird wie Training mit SRM-Wattmesskurbeln und Laktattests.
Heuer habe ich bereits zwei zweiwöchige Trainingsblöcke bei Hoch-Form absolviert. Den ersten in der Vorbereitung für den Ironman Südafrika im April (7. Platz), den zweiten in den vergangenen Wochen. Unmittelbar vor dem letzten Höhentraining hatte ich drei Wochen sehr hart und viel für den Ironman Austria trainiert, dann eine Woche regeneriert und anschließend in Langenlois bei einem Zeitfahren teilgenommen. Mit wirklich, wirklich guten Wattwerten wurde ich knapp Zweiter und konnte die Radfahrer vor der Blamage retten, von einem Triathleten hergebrannt zu werden.
Gestern Sonntag, nach Ende des Höhentrainings, bin ich mit Wuwo bei der Paar-Zeitfahr-ÖM am Start gestanden. 30 min permanentes Fahrtspiel knapp über und unter der Schwelle würden mir nach den zwei harten Trainingswochen noch einmal den letzten Feinschliff für den Concours de Vanité am Wörthersee geben. Unterm Strich heißt das schlichtweg: In Klagenfurt wird's ordentlich rascheln!
Ein weiterer Aspekt des Trainings in der Kammer, den ich in der Vergangenheit weniger beachtet hatte, ich die Steuerung nach Laktat UND Glukose. Bisher hatte ich mich bei der Wahl der richtigen Intensität vorwiegend nach Watt, Laktat, Belastungsempfinden, Puls und Sauerstoffsättigung gerichtet. Der Biosen C ist aber ein Zweikanal-Messgerät, bestimmt also nicht nur das Blutlaktat aus der Probe, sondern auch die Blutglukose. Die Blutglukose gibt vor allem darüber Aufschluss, wie stark der Körper gerade Kohlenhydrate verbrennt oder wie effektiv er im Fettstoffwechsel arbeitet. Die erhaltenen Werte haben unmittelbare Relevanz und geben sehr gut Aufschluss über die aktuelle Stoffwechsellage im Inneren - noch eher als Laktat.
Es gibt aber auch Fälle, wo Glukose UND Laktat niedrig sind. Letzten Mittwoch etwa fuhr ich 5 x 10 min K3 (50-55 RPM) auf 3.800 m. Den ersten Intervall mit 241 W, die übrigen dann mit 251-254 W Schnitt. Infolge des eher harten Schwimmtrainings am Morgen wusste ich bereits, dass meine KH-Speicher etwas gelitten hatten. Das Einstiegslaktat (2,0 mmol) sank zum Glück in den ersten 30 min des Trainings schnell auf 1,1 mmol (Indiz für guten Trainingszustand und gute Verstoffwechslung von Laktat). Das erste K3-Intervall ließ dann aber schon zu wünschen über: nur 2,6 mmol Laktat. Prinzipiell bei dieser Wattleistung auf dieser Höhe sehr erfreulich, nur wenn sich das wie 5 mmol anfühlt, deutet das eher auf leer werdende KH-Speicher hin - Glukose: 3,8 mmol.
Verfasst von Rocco am Mo, 06/21/2010 - 12:05.
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Absolut!
Kann dir nur zustimmen.
Abgesehen vom unbestreitbaren Leistungszuwachs, haben mir die 2 Trainingsblöcke in der Kammer enormen Aufschluss über die Vorgänge in meinem Körper während der Belastung gegeben.
Es war auch interessant zu sehen, wie sich die Ernährung vor und während des Trainings auf das Training (z.B. wie schnell und effektiv trainiere ich im Stoffwechsel) auswirkt. Und das nicht nur durchs hören-sagen, sondern durch belegbare Fakten.