2. Platz beim Straßenrennen in Purgstall

Platz Zwei! Mit einer 42 km langen Flucht habe ich mir meinen ersten Podestplatz bei einem Straßenrennen geholt - so steigt man gerne wieder ins Training ein.

 

 

Straßenrennen sind oft so eine Sache. Klar, ohne Form gewinnst du keinen Blumentopf, aber die beste Form der Welt nützt dir nix, wenn taktisch ein Nudlaug bist oder deine Körner bereits zu Beginn verschossen hast. Bisher war das genau mein Problem - zu nervös und hitzköpfig in der Anfangsphase, und die erfolgreiche Attacke war dann meist genau jene, wo ich dann endlich mal ein wenig rausgenommen habe.

Beim heutigen Rennen der Amateure und Junioren in Purgstall über fünf Runden (105 km) auf einem hügeligen, sehr windigen Kurs lief ich anfangs wieder Gefahr, in alte Verhaltensmuster zu kippen. Attacken gefahren, Löcher gestopft und dabei einige Energie vergeudet. Der Verlauf eines Amateurrennens ist leider ein etwas chaotischer - zu viele Einzelathleten, kaum Teams, keine entsprechende Taktik. Es erinnert mitunter an Frauen-Weltcuprennen, wo eine Attacke gefahren wird, das Feld setzt nach und sobald der Ausreißer gestellt wurde, nehmen alle wieder die Beine hoch.

 

Der Begriff "Amateur" ist übrigens eher relativ: Der Schnitt liegt nur geringfügig unter jenem eines Eliterennens, und das ist sicher auch auf den eben erwähnten Rennverlauf sowie das kleinere Fahrerfeld zurückzuführen. Einige Fahrer sind auch ehemalige Elitefahrer, bzw. könnten wie ich vermutlich auch bei der Elite mitfahren. Doch der Spaßfaktor ist relativ gering, wenn du als Einzelkämpfer ohne Betreuer am Start stehst und deine zwei Trinkflaschen genau dann leer sind, wenn's ins Finale geht. Außerdem bin ich TRIATHLON-Profi, kein Rad-Profi. Nicht nur, dass ich am Berg 5 kg Handicap mitschleppe, sondern auch meine Radstunden (diese Woche: 8 h Rad, aber 80 km laufen *uff*) entsprechen eher jenen eines Junioren-Radfahrers als eines Elite-Profis. So aber finde ich bei den Amateuren Rennen mit ca. 2,5 bis 3 h Renndauer, voll mit wertvollen Intervallen und geringem organisatorischem Aufwand - schlicht eine wirklich gute Trainingseinheit. 

Die ersten drei Runden heute waren wieder geprägt von zahlreichen Attacken und hart gefahrenen Anstiegen, nach denen in der Abfahrt sofort wieder das Tempo rausgenommen wurde. Nach Ende der dritten Runde konnte ich mich mit einem Fluchtgefährten endlich lösen, verlor ihn im Anstieg und wurde letzten Endes von einem anderen Fahrer (Lukas Pöstlberger) eingeholt, mit dem ich mich auf die verbleibenden 42 km machen sollte. Wir arbeiteten gut zusammen, wobei er am Berg leichte Vorteile hatte und ich meine Zeitfahrstärke in der Ebene zum Einsatz brachte. Unser Vorsprung, anfangs nur ca. 20 Sekunden, wuchs bald auf 50, später 60 Sekunden an – im Hauptfeld war man sich wohl mit der Nachführarbeit uneins und hatte letzten Endes resigniert. Auf der Schlussrunde hatte ich schließlich dann doch schwer zu kämpfen; eine etwas defensivere Fahrweise zu Beginn des Rennens hätte mir vermutlich mehr Energie gespart. Lukas löste sich dann 500 m vor dem Ziel, nachdem wir das 4 min vor uns gestartete Hauptfeld der Elitefahrer bereits überholt hatten, und gewann völlig verdient. Er war heute klar besser, und mit Platz Zwei (bester der Amateurkategorie) kann ich gut leben.

Jetzt, wo der Murl mal ordentlich durchgeputzt wurde, geht’s voller Energie in den Aufbau für die Mitteldistanz-ÖM in Saalfelden am 4. September.

 

 

Ergebnisliste

 

 

Verfasst von Rocco am So, 07/25/2010 - 21:22.

Seis drum

Max,

du wurdest von keinem Nasenbohrer geschlagen, der Lukas Pöstlberger aka Ameshofer Walters Schützling aus Lambach ist einer der besten Nachwuchsfahrer der letzten Jahre bei uns in OÖ und ein Viech für sein Alter auch am Zeitfahrrad, sei stolz auf deine Leistung und es war ja "nur" eine schnelle Trainingseinheit für dich :-) die Form am Rad stimmt oder ?

form

Aus der post-IMA form heraus würde ich sagen: ja! :-D

Dafür bin ich momentan im Becken ein nudlaug deluxe...

Ned nur du, ich hab einen

Ned nur du, ich hab einen Beckenschiefstand und 4 Wochen Physio hinter mir, Klagenfurt als meinen ersten IM Langdistanz musste ich leider sausen lassen, als Hobby Triathlet hat mich mein Körper gnadenlos bestraft für die hohen TRainingsumfänge *hrmmmph*

ja , ja - da luki is ka

ja , ja - da luki is ka schlechter - und wie er gestern in wels beim kriterium das feld angeführt hat :-)) - mensch war des geil .

hinter ihm ( juniorenfahrer ) eisel - wrolich - cavendish etc..

am ende im vorderen drittel gelandet

luki

ja streu nur salz in meine wunden :-p

leider....

hat mir wien energie eine nachzahlung von 2900 euro verordnet.
schön gell. ich kann mir im moment nicht mal die 6 euro startgeld geschweige denn das spritgeld leisten. voll fürn oasch.

naja, jetzt trainier ich halt mit meiner form. is eh besser für euch. :)

phuck

Hättest bei mir mitfahren können, und aufs startgeld hätte ich dich eingeladen...

!

profi

auch ein blindes huhn...

findet mal ein korn :) hab vermutlich eh nur glück gehabt, aber es taugt mir fast noch mehr als zB der IMA, auch wenns von der wertigkeit ganz was anderes ist. radsport ist schon was schönes. als ich gestern auf sport plus die zusammenfassungen der MTB weltcuprennen gesehen habe, hat's mich schon seeeeeeehr gejuckt. ist einfach ein geiler sport... *schnüff*

 

wo warst DU???